Wer war Ary Ecilaw?

Im Kapitel »Ludwig von Battenberg & Victoria von Hessen und bei Rhein« des Buchs »Coburg Darmstadt Windsor« wird die sehr kurze Ehe des Großherzogs Ludwig IV von Hessen und bei Rhein mit Alexandrine de Kolemine geschildert. Die Geschichte in Kürze (im Buch wird ausführlicher darüber berichtet):

Die heimliche Hochzeit des Großherzogs

Ludwig IV, seit dem Tod seiner Frau Alice im Jahre 1878 seit fast sechs Jahren verwitwet, hatte sich in die Ehefrau des russischen Botschafters am hessischen Hof verliebt. Sie ließ sich scheiden, und Ludwig sorgte beim russischen Zaren dafür, dass ihr Mann als Botschafter nach Japan versetzt wurde. Im Vorfeld hatte die Schwiegermutter des Großherzogs, Königin Victoria, ihre starke Ablehnung einer möglichen morganatische Ehe Ludwigs mit einer geschiedenen Russin deutlich gemacht. Trotzdem heiratete er sie heimlich am 30. April 1884, ausgerechnet am selben Tag, als sich seine Tochter Victoria von Hessen und bei Rhein mit dem aus Darmstadt stammenden britischen Marineoffizier Ludwig von Battenberg feierlich vermählte.

Das schnelle Ende der gerade geschlossenen Ehe

Als die in Darmstadt versammelten illustren Hochzeitsgäste, unter anderem Königin Victoria und der Kronprinz von Preußen, von dieser zweiten heimlichen Hochzeit erfuhren, war ihre Reaktion unerbittlich: Alexandrine de Kolemine müsse unverzüglich außer Landes gebracht werden und die Ehe so schnell wie möglich geschieden oder annulliert werden. Der Großherzog Ludwig IV war zu schwach, um gegen die versammelte königliche Verwandschaft Widerstand zu leisten, und ließ alles geschehen. Noch in der selben Nacht wurde seine Frau, immerhin durch diese Ehe die neue Großherzogin von Hessen und bei Rhein, aus den frisch bezogenen Ehebett geholt und wie ein Verbrecher über die hessische Staatsgrenze ins Ausland gebracht. Die Geschichte und der damit verbundene Skandal sorgten natürlich in ganz Europa Interesse und Empörung. Alexandrine de Kolemine wehrte sich gerichtlich durch alle Instanzen gegen die Scheidung oder Annullierung dieser Ehe, aber vergeblich. Schließlich wurde sie mit einer ordentlichen Abfindung (man sprach von einer halben Million Mark) und mit dem Titel einer Gräfin von Romrod zum Schweigen gebracht.

Das Buch »Der König von Thessalien«

Zwei Jahre später, im Jahre 1886, erschien in Paris in französischer Sprache ein Roman mit dem Titel »Le Roi de Thessalie«. In diesem Roman wird unter anderem die Geschichte ebendieser verunglückten Hochzeit in leicht verschleierter Form nacherzählt. Im selben Jahr erschien eine englische Übersetzung „The Romance of a German Court“, 1890 in New York auch eine amerikanische Übersetzung mit dem Titel „Her Royal Lover“. Interessanterweise scheint es nie eine deutsche Übersetzung gegeben zu haben – das werden die Mächtigen zu verhindern gewusst haben.

Als Verfasser wurde immer das seltsame Pseudonym »Ary Ecilaw« angegeben. Schon damals wurde rege spekuliert, wer sich dahinter verbergen könnte. Bis heute bleibt die Identität rätselhaft.

Wer war Ary Ecilaw?

»Le Roi de Thessalie« war nicht das einige Buch von Ary Ecilaw; es gab auch ein 1885 erschienenes Buch mit dem Titel »Roland« und 1886 ein weiteres mit dem Titel »Une Altesse Impériale«, alle vom selben Pariser Verlag Alphonse Lemerre herausgegeben. Alle drei sind im Stil ähnlich: es geht um Liebe, Leidenschaft, schöne Prinzessinnen, Edle Prinzen und niederträchtige Verräter in adligen Kreisen in fiktiven und exotischen Gegenden Ost- und Südost-Europas. Auch heute üben diese Gebiete eine gewisse Faszination auf uns aus: man denke an das fiktive Land Ruritanien oder an Graf Dracula und Transsylvanien.

Das Titelbild der amerikanischen Übersetzung gibt die Atmosphäre des Buchs wieder.

Der französische Literaturwissenschaftler Charles Le Goffic in seinem 1890 erschienen Werk »Les Romanciers d’aujourd’hui« (»Die Romanciers von heute«) erwähnt Ary Ecilaw mit dem kurzen Hinweis:

»Ein Pseudonym, wovon ich nicht weiß, wer sich dahinter verbirgt, aber kein Franzose, soviel ist sicher. Unbeholfen geschrieben, wimmeln die Romane von Ary Ecilaw von angeblichen Enthüllungen über die nördlichen Höfe.« (1)

Die Geschichte »Le Roi de Thessalie«, also »Der König von Thessalien« (man beachte die Ähnlichkeit zwischen »Thessalien« und »Hessen«), erzählt von einer Najeska Iwanowna de Mineleko, Ehefrau des Botschafters von Kaukasien. »Mineleko« ist ein Anagramm aus »Kolemine«. Im Kern ist es eine der häufigen tragischen Geschichten von einer schönen Frau, deren Schönheit sie (fast) ohne eigenes Verschulden ins Verderben führt. Wir kennen aus dieser Zeit ähnliche Erzählungen von Thomas Hardy: »Tess of the d’Urbervilles« von 1891, oder Tolstoys »Anna Karenina« von 1878. Alle Elemente eines Melodrams sind dabei: Liebe, Ehrgeiz, Eifersucht, ein Duell, ein Mord – der erst zum Schluss auf dem Totenbett ihres geschiedenen Ehemanns aufgeklärt wird – und endet in einem Kloster mit dem Siechtum und dem allzu frühen Tod der Heldin. Ein echter Groschenroman, sozusagen. Die Schreibweise, wenn man das so sagen darf, ist eher die einer Frau, und Französisch, wenn wir Charles Le Goffic glauben, war nicht ihre Muttersprache.

Als »Le Roi de Thessalie« erschien, ging man allgemein davon aus, dass sich Alexandrine de Kolemine selbst hinter diesem Pseudonym steckte. Auch das bemerkenswerte Vorwort des Buchs, vorgeblich aus Perm, Sibirien, an eine »Kaiserliche Hoheit« gerichtet, deutete in diese Richtung:

»Erinnern Sie sich, Kaiserliche Hoheit, wie sehr wir beide vom grausamen Ende der Heldin dieser Geschichte bewegt wurden? Wenn ich die Absicht hatte, diese in aller Welt zu erzählen, liegt es mir nicht nur daran, zu zeigen, dass das, was am allerunwahrscheinlichsten erscheint, im Leben oft nur allzu wahr ist, sondern auch zu darzulegen wie, indem die Gewissensschreie erstickt werden, Stolz und verletzte Eitelkeit in dämonischer Hässlichkeit die Unschuldigen zermalmen können.
Ich widme dieses Buch den Mächtigen der Erde, die sich einbilden, das Recht zu haben, sogar die Gesetze missachten zu dürfen, und die im Rausch ihrer Überheblichkeit vergessen, dass über ihnen ein Wesen existiert, noch größer als sie – Gott! und dass Er ihnen die gleiche Gerechtigkeit zuteilen wird, wie sie ihren Opfern.
Deren Herzen aus Marmor verbreiten Eiseskälte um sich. In diesen Spiegel müssen sie schauen, damit sie sich so sehen, wie sie sind.
Immer die Ihre, A. E. Perm, Sibirien, Oktober 1885« (2)

Aber warum sollte sich Alexandrine Kolemine nur in dieser verschleiertem Form rächen wollen? Die Zeitungen waren ohnehin voll von der unglücklichen Geschichte ihrer kurzen Ehe und der darauffolgenden gerichtlichen Scheidungsprozesse. Die Tatsachen waren allgemein bekannt und europaweit Gesprächsstoff. Dafür hatte sie bereits selber gesorgt. Und was war mit den anderen Büchern, die unter dem Pseudonym Ary Ecilaw erschienen waren?

Hinzu kommt, dass der Text einige sehr unvorteilhafte Spitzen gegen Kaukasien (= Russland) enthält, die kaum von einer Ehefrau des russischen Botschafters stammen könnten. So wird »der Großfürst Iwan«, der Verlobte der »Prinzessin Aline« (gemeint sind der Großfürst Sergei, der spätere Gouverneur Moskaus, und die Prinzessin Elisabeth von Hessen und bei Rhein) beschrieben als

»Dieser Riesentölpel, dieser Barbar aus dem Norden, der ihr aufgezwungen worden war, scheint auf keine Weise das Herz oder die Seele des jungen Mädchens berührt zu haben.« (3)

Schreibt die Ehefrau des russischen Botschafters so über den Bruder des Zaren? Und, eine weitere Besonderheit: Königin Victoria (»Die Kaiserin von Hindustan«) kommt relativ gut weg, obwohl sie als die treibende Kraft für die Verbannung und nachfolgende Scheidung dargestellt wird. Ihre Liebe und Fürsorge für ihre Enkelkinder (»Die Prinzessinnen von Thessalien«), vor allem nach dem Tod ihrer Mutter Alice (»Königin Aline von Thessalien«) werden wiederholt erwähnt:

»Ihrer Mutter in jungen Jahren verlustig, fanden die reizenden königlichen Prinzessinnen bei ihrer Großmutter, der Kaiserin von Hindustan, die ganze Zuwendung und Liebe, die ihnen der Tod beraubt hatte. Diese ehrwürdige Frau fand für ihre Enkelkinder eine erstaunliche Zärtlichkeit und Sanftmut.
Als die verstorbene Königin, ihre Tochter, ihr weggenommen wurde, hatte sie sich geschworen, auf diese jungen Köpfe all die mütterliche Zärtlichkeit ihres Herzens zu verteilen; und diesen Schwur hatte sie vollständig gehalten; sie liebte ihre Kinder, so wie Wilde es tun, uneingeschränkt und maßlos.«
(4)

Eine Darmstädter Prinzessin als Ery Ecilaw?

Und die Verfasserin scheint aus Darmstadt zu stammen. Der Text zeigt einige Detailkenntnisse über Darmstadt und es ist sicher kein Zufall, dass, auch im französischen Originaltext, viele der Charaktere recht amüsante deutsche Namen erhielten. So heißt die Darmstädter Oberhofmeisterin »La comtesse de Langweilig«, der Zeremonienmeister »Le comte de Leerkopf«, die Hofschneiderin »Fräulein Schafskopf«, der Finanzier »Schurke« und Darmstadt ist einfach »la Residenz Stadt«. Offensichtlich hatte jemand Spaß daran, sich solche Namen auszudenken. Auch die Ortsnamen zeigen übrigens Humor: die Kaiserin von Hindustan kennen wir schon, ihr Sohn, der britischer Thronfolger, ist der Prinz von Delhi, der Kronprinz von Preußen ist der Kaiserliche Prinz von Babylon, und die Familie Battenberg wird als Familie Pattenpouff bezeichnet.

Als Hinweis auf Insiderwissen wird beispielsweise der Luisenplatz in Darmstadt folgendermassen beschrieben:

»Schließlich fuhren sie durch den Luisenplatz mit seinen acht Ecken, den schönsten Platz der Stadt. Mitten drin steht die »Colonne de Louis«, das bemerkenswerte Denkmal, errichtet in Erinnerung an einen der Gründer der Dynastie. Aus der Ferne macht dieses Monument mit einer Höhe von 35 Metern den Eindruck eines Turms; es ist Thessaliens Colonne Vendôme. Wie auch bei jenem in Paris, kann man hineingehen und ihn besichtigen, und wenn man sich traut, die 172 Stufen der nur von einem eisernen Handlauf geschützten Wendeltreppe hinaufzusteigen, kann man eine wunderschöne Aussicht genießen.« (5)

Tatsächllich hat der »Langer Ludwig« eine Gesamthöhe von 39,15m und genau 172 Stufen

Ary Ecilaw beschreibt auch den kleinen See bei Schloss Kranichstein, wo Prinz Ludwig von Hessen und bei Rhein und seine Frau Alice in ihren ersten Ehejahren gerne Boot gefahren sind:

»Bei Louisen-Wäldchen stiegen alle aus den Wagen. Mitten in einem kleinen Wald lag eine große Wasserfläche, worauf Schwäne und Wildenten majestätisch gleiteten, und mit Eleganz und Schnelligkeit mit den Bootsmännern wetteiferten, die mit weißen Rudern in kleinen graziösen Barken die Möchtegernseefahrer spazieren führten … Nun, er [de Meneleko] wusste, dass der König, geübt in allerlei körperlichen Betätigungen, auch ein begnadeter Ruderer war, dessen Leidenschaft es gewesen war, solange die verstorbene Königin noch lebte, sie abends stundenlang über den stillen See zu führen. Dort hörte er zärtlich zu, wie seine Begleiterin mit süßer Stimme seine Lieblingslieder sang während er sanft ruderte und eine der schönsten Vergnügungen genoss, die seine königlichen Sorgen noch übrig gelassen hatte.« (6)

Aufgrund solcher Passagen entstand die Theorie, Ary Ecilaw sei in Wirklichkeit die zweitälteste Prinzessin von Hessen und bei Rhein, Prinzessin Elisabeth, »Ella« genannt (die im Buch »Aline de Thessalie« genannt wird), die zum Zeitpunkt der Hochzeit ihrer älteren Schwester bereits mit dem russischen Großfürsten Sergei verlobt war, den sie wenige Monate später in St. Petersburg auch heiratete und fortan bis zu ihrem grausamen Mord 1918 in Russland lebte. Es gab auch Gerüchte, Ella habe nach ihrer eigenen Hochzeit die Kinder der Alexandrine de Kolemine in Pflege genommen und bei sich in Russland erzogen. Zu dieser Theorie passt aber auch hier die zitierte kritische Äußerung über den Großfürsten als »Barbar aus dem Norden« nicht.

Die Indizien geben einen Hinweis auf …….

Ich halte es für am wahrscheinlichsten, dass Ary Ecilaw in Wirklichkeit Prinzessin Irene von Hessen und bei Rhein war, die dritte Tochter des Großherzogs Ludwig IV. 1884 war Irene 17 Jahre alt, fast 18, in einem Alter, wo das von Alexandrine Kolemine erlittene Unrecht und das feige Verhalten ihres Vaters auf sie einen besonders starken Eindruck gemacht haben muss. Zu diesem Alter würden auch die ersten literarischen Gehversuche mit melodramatischen Geschichten an exotischen Höfen passen. Es fällt auf, dass im ganzen Buch »Le Roi de Thessalie« diese dritte hessische Tochter nur ein einziges Mal in einem Nebensatz – als Prinzessin Mathilde von Thessalien – erwähnt wird, während die anderen Geschwister alle öfters vorkommen.

Den entscheidenden Hinweis gibt aber der Name Ary Ecilaw selbst. »Ecilaw« enthält »Alice« rückwärts, deutet also wenigstens auf eines der Kinder der Alice. Aber auch »Ary« enthält einen Hinweis, denn »Ary« rückwärts wäre »Yra» und »Ira« ist eine russische Abkürzung für »Irina«.

Prinzessin Irene und Prinzessin Alix von Hessen und bei Rhein 1885

Fußnoten


(1) « Un pesudonyme qui cache je ne sais qui, mais point un francais, à coup sur. Gauchement ècrits, les Romans d’Ary Ecilaw fourmillent, dit-on. de révélations sur les cours du nord. » Siehe
https://fr.wikisource.org/wiki/Les_Romanciers_d%E2%80%99aujourd%E2%80%99hui/Romanciers_divers#cite_note-5

(2) « Vous rappelez-vous, Altesse Impériale, combien nous avons été émus tous deux du sort cruel fait à l’hèroine de ce récit? Si je l’ai voulu conter ainsi à tout le monde, c’est non seulement afin de prouver que ce qui paraît le plus invraisemblable n’est souvent que trop vrai dans la vie, mais pour démontrer comment, étouffant les cris de la conscience, la vanité blessée, l’orgueil, dans sa démoniaque hideur, peuvent broyer des innocents.
Je dédie ce livre aux grands de la terre, qui se croient le droit de violer les lois memes et oublient, dans la griserie de leur arrogance hautaine, qu’au-dessus d’eux il y a plus grand qu’eux: Dieu! et qu’il mesurera sa justice à la mesure de celle qu’ils auront faite à leurs victimes.
Les coers de marbre font glace autour d’eux. C’est dans ces miroirs qu’ils s’y voient tels qu’ils sont.
Toujours pour vous, toujours par vous, Madame, A. E. Perm, Sibérie, Octobre 1885 »
Ecilaw, Ary: Le Roi de Thessalie, 6. Ausgabe. Paris: Alphonse Lemerre, 1886

(3) « Ce grand butor, ce barbare du Nord qu’on lui avait octroyé, semblait n’avoir nullement touché le coeur et l’imagination de la fillete. » Ecilaw, Ary: Op. cit. S. 134

(4) « Restées de bonne heure orphelines de mère, les royales et charmantes princesses avaient trouvé auprès de l’Imperatrice des Hindoustans, leur aïeule, tout de dévouement, tour l’amour que la mort leur avait ravis. Cette femme austère trouvait pour ses petits-enfants des tendresses, des douceurs étonnantes. Quand la feue Reine, sa fille, lui avait été enlevée, elle s’était jure de déverser sur ces jeunes têtes tout ce que son coeur renfermait de maternel; ce serment, elle l’avait amplement tenu: ses enfants, elle les aimait à la manière des sauvages, sans restriction, sans mesure. » Ecilaw, Ary: Op. cit. S. 288

(5) « Enfin, on fila à travers la Luisen-Platz aux huit coins, la plus belle des places de la ville. Au milieu, se dresse la « Colonne de Louis », le plus remarquable souvenir commémoratif de la capitale, élévé à la mémoire d’un des fondateurs de la dynastie. De loin, ce monument a l’air d’une tour dont la hauteur totale est de trente-cinq mètres; c’est la Colonne Vendôme de Thessalie. Comme dans celle de Paris, on peut y pénétrer et la visiter, et si l’on se sent de courage de grimper cent soixante-douze marches d’un escalier circulaire protégé par une simple rampe de fer, on y jouit d’un magnifique panorama. » Ecilaw, Ary: Op. cit. S. 278

(6) « À Louisen-Wäldchen, tout le monde descendit de voiture. Au milieu du petit bois se trouvait une grande pièce d’eau sur laquelle les cygnes et les canards sauvages glissaient majesteusement, luttant de grâce et de rapidité avec les bateliers qui, moyannant quelques petites blanches, promenaient dans d’élégantes petites nacelles les amateurs de navigation … Or, il [de Mineleko] savait que le Roi, habile à tous les exercices du corps, était un rameur émérite dont la passion avait été, du vivant de la feue Reine, de la promener le soir pendant des heures entières sur cette mare silencieuse. Là, écoutant tendrement la douce voix de sa compagne chantant ses airs favoris, il ramait doucement et goûtait aves délices un des meilleurs passe-temps que lui laissaient les soucis de la royauté. » Ecilaw, Ary: Op. cit. S. 143ff

Ein Kommentar zu „Wer war Ary Ecilaw?

  1. Guten Abend, bei Recherchen zu Elisabeth Carolath und ihrer Affäre mit Herbert von Bismarck stieß ich auf einen Artikel -„Die heilige Elisabeth“ – im Neuen Wiener Journal vom 12. Juli 1912. Da erinnert sich Gertrud Werthheim-Truth – „Paul Lindau schildert das Verhältnis in seinem Roman „Spitzen“. Ebenso die Prinzessin Catherine Radziwill, die unter dem Ary Ecilaw einen Roman „Roland“ schrieb, in dem sie dieses Liebesverhältnis, das seinerzeit die Gemüter von Berlin in hellste Aufregung versetzte, und andere Evenements der preußischen Hofgesellschaft so deutlich beschrieb, daß Cecil Rhodes‘ spätere Freundin es nur dem Einflüsse der Kaiserin Friedrich verdankte, daß der Weiße Saal nicht der interessanten Polin verschlossen wurde, dessen gefürchtetster Gast sie war.“
    Also Ary Ecilaw war Catherine Radziwill.
    Ich hoffe, das beantwortet die Frage zu Ihren interessanten Ausführungen
    Mit herzlichen Grüßen aus Wien
    Werner Rosenberger

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